Palacio Arzobispal

An einer der Seiten der Plaza del Ayuntamiento, an der alle Gebäude irgendwelche Verwaltungseinrichtungen beherbergen, befindet sich der beeindruckende Palast des Erzbischofs, der einen ganzen Block besetzt und dessen Fassaden auf drei Seiten hinausgehen, mit einer engen Stiege.

Seine Entstehungsgeschichte geht darauf zurück, dass König Alfons VIII dem Erzbischof Jiménez de Rada, auf dessen Wunsch hin auch die Kathedrale gebaut wurde, einige Häuser schenkte. Circa dreihundert Jahre später betraute Erzbischof Pedro Tavera den Architekten Alonso de Covarrubias damit, einen neuen Palast zu bauen. Von seiner Mudéjar-Vergangenheit bleiben heute nur noch als Schmuckelemente die Blindbögen in der rechten Seitenwand.

Die wuchtige Hauptfassade aus Mauerwerk und Ziegelstein hat einfache regelmäßige Fenster in beiden Stöcken. Der Eingang ist aus Stein und ähnelt in seiner Struktur dem des Alcázar. Auch hier findet sich ein mit Bossenwerk ausgeführter halbkreisförmiger Bogen mit den für Covarrubias typischen "Spiegeln", diesmal von vier gepaarten Säulen eingerahmt, welche auf hohen Sockeln stehen, mit identischen Frauenfiguren gekrönt sind und das Kardinalswappen tragen.

Die symbolischen imperialen Säulen des Herkules mit dem Leitspruch "Plus ultra" schmücken seit dem 17. Jahrhundert einen Balkon, der auf Befehl des nächsten Erzbischofs, Kardinal Martínez Siliceo, gebaut wurde. Das ursprüngliche steinerne Wappen wurde durch ein kleineres Wappen aus Eisen ersetzt, gekrönt mit dem klassischen Pediment. Der Bogen, der die Bischofsresidenz mit der Kathedrale verbindet, ersetzte im 17. Jahrhundert den ursprünglichen Bogen, der von Kardinal Mendoza errichtet worden war.

Später wurde der Komplex ausgebaut. Besonders bemerkenswert waren die Umbauten, die auf Befehl von Kardinal Lorenzana durchgeführt wurden. Er veranlasste, auf dem Hügel des Arco del Palacio neben dem so genannten "Armenhaus", wo Lebensmittel an die Armen ausgegeben wurden, einen Eingang für Fuhrwerke zu bauen. Außerdem renovierte er die gesamte Residenz und ersetzte die ursprüngliche gotische Kapelle mit einer barocken, deren Portal in Calle de la Trinidad zu finden ist.

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