kirtch vonSan Ildefonso o de los Jesuítas

Damit die Jesuiten ihr eigenes Kloster und ihre eigene Kirche in Toledo haben konnten, war es notwendig, den Tod Kardinal Siliceos zu erwarten. Sein Nachfolger, Bruder Barolomeus von Carranza, war ihnen freundlicher gesinnt und ermöglichte es ihnen, sich in der Stadt zu etablieren.

Die Bauarbeiten dauerten mehr als 150 Jahre und orientierten sich an dem Modell der Kirche "Il Gesú" in Rom, mit ihrer Steinfassade mit großem Fenster und ihren riesigen korinthischen Säulen, die die Nischen mit den Heiligenfiguren wie bei einem Altar einrahmen. Die Widmung an San Ildefonso, der im siebten Jahrhundert Bischof von Toledo war, ist aus dem Zentralrelief mit Abbildung der imposición de la casulla" ("Auferlegung der Kasule") ersichtlich. Diese Szene und die Ziegelsteintürme sind die einzige Anpassung an die Umgebung, die vorgenommen wurde. Schon von weitem kann man die eindrucksvolle halbkreisförmige Kuppel sehen, die beinahe so weit in den Himmel strebt wie die Kathedrale und das Schloss (Alcazár).

Von den Architekten, die an dieser großartigen Konstruktion teilnahmen, und alle auch an dem Bau der Kathedrale mitwirkten, war Barolomé Zumbigo y Salcedo derjenige, der für die spektakuläre Fassade und für die Türme verantwortlich zeichnete. Die Kirche wurde im Jahr 1718 geweiht, als die Hauptkapelle noch nicht ein Mail abgeschlossen war, ebenso wie die Sakristei und der so genannte "Ochavo" mit den Reliquien. Die Bauarbeiten wurden erst vierzig Jahre später endgültig fertig gestellt.

Der Innenraum der Kirche hat die Form eines lateinischen Kreuzes, wie es den Vorschriften des Ordens entspricht, und verfügt nur über ein einziges Schiff. Die seitlichen Kapellen sind miteinander verbunden. Die Hauptkapelle, die mit einer Kuppel mit Trommel und Laterne bedeckt ist, hat ein großes falsches Altarbild, das dem Schutzheiligen geweiht ist.

Die Skulpturen wurden großteils von Germán López geschaffen, z.B. jene des Heiligen Josefs und der Aposteln. Das salomonische Altarbild Johannes des Täufers, das sich in der Vierung befindet, stammt von der verschwundenen Kirche San Juan Bautista, und wurde nach der Vertreibung der Jesuiten aus Spanien in dieses Gotteshaus gebracht.

Die kürzlich restaurierte Kirche ist dem Publikum geöffnet und bietet die Möglichkeit, den grazilen Turm der Kathedrale aus der Nähe zu betrachten. Außerdem bieten die beiden schlanken Türme die Gelegenheit, durch die großen Fenster an den vier Seitenwänden eine wunderbare Aussicht über die Dächer der Stadt zu genießen.

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