Große Persönlichkeiten

Viele wichtige Gestalten der Geschichte haben in Toledo gelebt. Sie haben ein Stück von sich hier gelassen, das sich mit der Essenz der Stadt vermischt hat.

Einige von ihnen sind Söhne Toledos, andere wiederum wählten diese historische Stadt, um dort ihren Beruf auszuüben oder sich einfach nur zu entspannen. All diese, großen Persönlichkeiten waren, sind und werden immer mit der Stadt verbunden sein. Einige von ihnen kamen ohne künstlerische Berufung hierher, andere wiederum verschönerten die Stadt und gestalteten sie nach ihrem Gutdünken, schrieben Verse oder schufen Gemälde, ohne jemals zu vergessen, an welch einzigartigem Ort sie sich befanden: Toledo.

Alberto Sánchez

Dieser Künstler aus Toledo ist der erste Avantgarde-Bildhauer, der die Welt der bildenden Künste von Kastilien-La Mancha bereichert hat. Er hat ein intuitives Verständnis seiner Kunst und eine außergewöhnliche dichterische Intelligenz. Er wurde in Toledo am 8. April 1895 in bescheidenen Verhältnissen geboren. Als Kind arbeitete er in einer Bäckerei. Dann wurde er Schweinehirt, Schmiedelehrling und Schuhmacher.

Er begann in den 20er Jahren mit seiner künstlerischen Tätigkeit. Bereits 1925 war er in der "Ausstellung der iberischen Künstler" mit neun Skulpturen vertreten. Die spanische Kunst befand sich zu dieser Zeit an einem Wendpunkt. Alberto Sánchez beschrieb die Situation folgendermaßen: "Ich wollte revolutionäre Kunst kreieren, die ein neues Sozialleben widerspiegeln sollte, das meiner Meinung nach in der Bildhauerei der vorherigen Perioden nicht wiedergegeben worden war, von den Höhlen von Altamira bis zu meiner Zeit." Das war der Ursprung der Avantgarde und der literarischen Generation des Jahres 1927, mit der Sánchez ebenfalls in Kontakt kam. Alberto Sánchez war damals ein kritischer und radikaler Künstler, den der Kubismus und der Surrealismus sehr interessierten. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist seine Skulptur "La Maternidad". Dennoch wurde sein Leben vor allem von der Entscheidung bestimmt, in Madrid zu bleiben, während seine Avantgarde-Kunst begann, in Paris Fuß zu fassen. Im Jahr 1927 gründete Antonio Sánchez zusammen mit Benjamin Palencia die Schule von Vallecas, mit dem Ziel, eine neue spanische Kunstszene auf die Beine zu stellen, die es mit Paris aufnehmen könnte.

EIm Jahr 1931 veröffentlichte die Zeitschrift "Arte" seinen Artikel "Worte eines Bildhauers", ein Manifest der Poesie von Vallecas. Während der Zeit der Republik drückte Sánchez seinen Skulpturen einen revolutionären Stempel auf. 1937 präsentierte er bei der Internationalen Ausstellung von Paris seine Skulptur "El pueblo español tiene un camino que conduce a una estrella" ("Das spanische Volk geht einen Weg, der zu einem Stern führt"). Dieses bemerkenswerte Meisterwerk ist zwölfeinhalb Meter hoch und bildet einen typischen Landweg ab, der sich am Horizont verliert, steiler wird und die Sterne erreicht.s.

1938 wurde Antonio Sánchez von der spanischen Regierung nach Moskau geschickt, um dort den im Exil lebenden spanischen Kindern Zeichenunterricht zu geben. Dort widmet er sich der Bühnenbildnerei und der Dekoration für die Inszenierung von Stücken von Cervantes, Lope de Vega, Alarcón, García Lorca etc. Er blieb bis zu seinem Tod am 12. Dezember 1962 im Exil.

1970 wurde in Madrid die erste anthologische Ausstellung seines Werkes präsentiert, und 1974 wurde die Alberto Sánchez-Stiftung gegründet. Im Rahmen dieser Stiftung wurde eine Dauerausstellung seiner Kunstwerke in Madrid geschaffen sowie eine Wanderausstellung, die durch ganz Spanien reist. Die Stadt Toledo ernannte ihn im Jahr 1995 offiziell zum "Adoptivsohn".

Alfonso VI de Castilla

1071 erreichten Alfons VI. von Kastilien und sein Bruder Sancho ein Übereinkommen, um sich das galizische Reich zu teilen, das ursprünglich ihrem Bruder García gehörte. Doch in den darauf folgenden Schlachten verlor Alfons das Reich von León und schaffte es nur dank der Vermittlung seiner Schwester Urraca, ins moslemische Reich Toledo zu fliehen. Aufgrund der Rivalität zwischen Kastilien und León entwickelte sich damals zwischen Alfons und Rodrigo Díaz de Vivar (dem so genannten "El Cid") eine erbitterte Feindschaft. Die erste Maßnahme Alfons’ war es deswegen, den "Cid" zu verbannen und seinen Bruder García einsperren zu lassen. Nachdem er die beiden Reiche wieder vereint hatte, setzte sich Alfons noch ambitioniertere Ziele. Er besetzte La Rioja und eroberte Àlava, Vizcaya und Guipúzcoa.

Er war zweimal mit französischen Prinzessinnen verheiratet, weshalb sich die Beziehungen zu Frankreich unter seiner Herrschaft intensivierten. Er förderte die Integration des Cluny-Ordens in den spanischen Klostern und empfing an seinem Hof eine große Zahl an französischen Rittern; außerdem ersetzte er den motzarabischen Kult durch den römisch-katholischen, und die westgotische Schrift durch die karolingische. Die Kapitulation Toledos am 24. Mai 1085 spornte seine imperialistischen Ambitionen noch weiter an. Er nannte sich fortan "Herrscher der beiden Religionen". Die große Moschee wurde zu einer Kathedrale umgebaut.

Er setzte seine Souveränität auch im moslemischen Reich von Valencia durch, aber die andalusischen Taifa-Könige riefen die Almoraviden zu Hilfe. Alfons wurde schließlich in Sagrajas, in der Nähe von Badajoz, niedergerungen. Daraufhin versöhnte er sich mit dem "Cid" und beauftragte ihn mit der Verteidigung Levantes. Gleichzeitig rief er die Christen dazu auf, gegen die Araber zu kämpfen. Dieser Aufruf stieß in Frankreich auf offene Ohren. In der Folge wurden zahlreiche Kreuzzüge organisiert, doch die christlichen Truppen verloren erneut, in der Schlacht von Uclés (1108), wo auch der einzige Sohn von Alfons VI. ums Leben kam. Trotzdem half ihm die konstante Unterstützung des französischen Adels, und er schaffte es zumindest, seine Reiche zu behalten. Um noch mehr Unterstützung von dieser Seite zu bekommen, verheiratete er seine Töchter Urruca und Teresa mit Raimund bzw. Heinrich von Burgund. Aus der Ehe zwischen Urruca und Raimund ging Alfons VII. hervor. Der Sohn von Teresa und Heinrich war Alfons der Eroberer, der erste König von Portugal. Alfons VI. starb kurze Zeit nach der zweiten Hochzeit seiner Tochter und Thronfolgerin Urraca, die nach dem Tod Raimunds Alfons I. von Aragón zum Gatten nahm. Dieser gab seine Zustimmung zu der Hochzeit, um das Reich Kastilien-León gegen die Almoraviden verteidigen zu können.

Alfonso X

Alfons X. war ein großer Befürworter der Kunst, der Wissenschaft und der Literatur. Er brachte die Gesetzessammlung nach Toledo, die die Hebräer in Córdoba bereits seit dem 10. Jahrhundert etabliert hatten, und legte so den Grundstein für die spanische Gesetzgebung.

Unter seiner Herrschaft florierte am Hof die Kultur dank seiner Leidenschaft für die Wissenschaft und die Literatur. Die Reconquista allerdings schritt in dieser Zeit kein bisschen voran. Alfons X. förderte die Übersetzung historischer Werke ins Spanische und gründete so die Übersetzerschule. Sein Einfluss war dabei sehr wichtig für die Festlegung der spanischen Sprache basierend auf dem in Toledo gesprochenen Dialekt. Die kastilische Sprache setzte sich damit gegen andere Sprachen in Spanien durch und ihre Prosa erreichte ein hervorragendes literarisches Niveau. Er ließ unter anderem auch die Geschichtensammlungen "Calila und Dimna", die Etymologien des heiligen Isidor, die vier Bücher von Ptolemäus, die astronomischen Schriften von Al-Batani, den Koran, verschiedene Kapitel der Bibel und die Schach- und Würfelspielbücher ins Spanische übersetzen.

Eine weitere Innovation dieses bemerkenswerten Königs waren seine Geschichtsbücher, zunächst die "Unbeendete Geschichte Spaniens" und dann die "General e Grand Estoria", von der noch sechs Bände erhalten sind.

Alfons X. war auch ein Liebhaber der Poesie, die damals traditionellerweise auf Galizisch geschrieben wurde. In dieser Sprache schrieb der König auch die "Cantigas de Santa María".

Wann immer er der Stadt Toledo Sonderrechte zuerkannte, schrieb er folgenden Text: "Und da ich in Toledo geboren bin, erscheint es mir recht, dieses Privileg zuzugestehen."

Benito Pérez Galdós

Die Tatsache, dass er Dickens "Pickwick Papers" ins Spanische übersetzte, förderte seine Fähigkeit, die Gesellschaft in all ihrer Komplexität darzustellen. Galdós veränderte die spanische Erzählung und befreite sie von dem Romantizismus und dem volkstümlichen Realismus.

Ohne Zweifel wurde Galdós von Toledo inspiriert. Hier fand er neben Madrid den perfekten Schauplatz für seine Romane, in denen die Stadt Thema, Protagonist und eine notwendiges Element ist. Diese Romane sind "El audaz" (1871), "Los Apostólicos" (1879), "Un faccioso más y algunos frailes menos" (1879) und "Ángel Guerra" (1891). Um letzteren Roman zu verfassen, verbrachte der Schriftsteller eine lange Zeit in Toledo. Er studierte die Geschichte, die Morphologie und die labyrinthförmige Struktur der Stadt. Ihm wurde dabei von Navarro Ledesma und dem großen toledanischen Maler Ricardo Arredondo geholfen.

Auf Gesuch Gregorio Marañons wurde im April 1923 ein Gedenkstein in dem Haus in der Calle de Santa Isabel errichtet, wo Galdós sein Meisterwerk Ángel Guerra geschrieben hatte. Ramón Pérez de Ayala und andere große Schriftsteller kamen eigens aus Madrid, um dieser Zeremonie beizuwohnen.

Cardenal Pedro de Tavera

Dieser legendäre Prälat wurde 1472 in Toro geboren. Er arbeitete ab 1506 als Berater der Inquisition, auf Befehl des katholischen Königs, und er wurde für seine Arbeit als Prüfer in der Kanzlei von Valladolid mit dem Katheder des Bischofs von Ciudad Rodrigo belohnt. Als Ferdinand der Katholische starb, reiste Pedro de Tavera nach Portugal, um dort eine Doppelhochzeit vorzunehmen: jene von Karl I. mit Prinzessin Isabel und jene des portugiesischen Königs Johann III. mit Katharina von Spanien. Er wurde später auch Erzbischof von Santiago und hatte fünfzehn Jahre lang den Vorsitz über den königlichen Rat von Kastilien, wo er sich dadurch auszeichnete, dass er diese Region gegenüber dem politischen Imperialismus verteidigte. Im Jahr 1534 wurde Pedro de Tavera zum Erzbischof von Toledo ernannt.

In der Kathedrale krönte er die Arbeit seines Vorgängers dadurch, dass er die Königsgräber in die kurz zuvor konstruierte "Kapelle der neuen Könige" umsiedelte. 1539 begann er mit den Umbauarbeiten im Hochchor; später nahm er sich der Dekoration auf der Innenseite der Puerta de los Leones an. Auf seinen Auftrag hin wurde das große Gitter des Chores gebaut, während Villalpando jenes des Altarraums plante. Der Kardinal ist auch für den Umbau der Bischofspaläste verantwortlich. Unter dem Turm wurde auf seinen Befehl die Kapelle Johannes des Täufers gebaut, von Alonso de Covarrubias, um schließlich das Grab des Kardinals zu beherbergen. Am Ende wurde sein Grab aber im Altarraum gebaut, gegenüber dem Grab von Kardinal Mendoza. Doch auch dort ruht er nicht.

Das Meisterwerk des Kardinals in Toledo befindet sich außerhalb der Stadtmauern: Das Hospital de San Juan Bautista, das heute unter dem Namen "Tavera" oder "Afuera" bekannt ist. Es wurde auf dem Land erbaut, das dem Bischof 1541 von der Stadt Toledo überlassen worden war.

Kardinal Pedro de Tavera starb in Valladolid, wo er die Begräbnisfeierlichkeiten für Prinzessin Maria Manuela von Portugal, der ersten Frau von Phillip II., leitete, die während der Geburt des körperlich und geistlich zurückgebliebenen Infanten Don Carlos ums Leben gekommen war. Er ist im Zentrum der Spitalskirche begraben; diese ist ein Meisterwerk des großen Bildhauers Alonso de Berruguete.

El Greco

Von 1577 bis 1579 arbeitete der große "El Greco" an "El Expolio" ("Die Entkleidung" für die Sakristei der Kathedrale von Toledo. In diesem Jahr beauftragte ihn Philipp II., den "San Mauricio" für den Escorial zu malen, doch das Gemälde entsprach nicht den Erwartungen des Priors Jerónimo, weshalb er von dort an nicht mehr für den Hof arbeiten konnte. Hier in Toledo malte El Greco von 1586 bis 1588 sein Meisterwerk, das "Begräbnis des Grafen von Orgaz", für die Pfarrkirche Santo Tomé. Es ist eine Ansammlung von beeindruckenden Porträts und scharfen psychologischen und physischen Beobachtungen. Im unteren Teil des Gemäldes ist eine gewisse Heftigkeit und Gewalttätigkeit bei der Darstellung der göttlichen Elemente zu bemerken. Von diesem Werk an wird El Greco immer expressiver und direkter in der Darstellung des spanischen Zeitgeists.

Er schuf viele religiöse Gemälde mit ikonographischen Neuheiten und ekstatischen Darstellungen. Er entfernte sich immer mehr von der Wirklichkeit und von seiner Umgebung; stattdessen orientierte er sich in Richtung des Visionären und Spirituellen. Leidenschaftliche Gesichter und in die Länge gezogene Körper wurden in dieser Phase zum Leitmotiv seiner Kunst, um eine eigene, perfekte Welt zu schaffen.

Die Farbgestaltung dieses Werks ist reduzierter und kommt fast immer ohne Schattierungen aus. El Greco bevorzugte starke Farben, kalte Blau-, Gelb-, Grün, Mauve und Violetttöne, die sich in Spiegelbilder des Geistes verwandeln, von dem sie erfüllt sind. Nach dem Ende des Jahres 1596 malte El Greco mehrere Altarbilder: Im Colegio de Doña Maria de Aragón in Madrid, in den Colegios de Villanueva, Geltrú und Bucarets, und in der Kapelle San José in Toledo. In Toledo gründete er eine Werkstatt für die Nachbildung seiner Originalgemälde, besonders der Heiligen- und Apostelbilder, um sich an die niedrigen Preise auf dem Markt anzupassen.

Anfang des 17. Jahrhunderts schuf El Greco seine intimsten und wundervollsten Gemälde, zum Beispiel die Portraits von Kardinal Niño de Guevara und Bruder Hortensio F. Paravicino. In seiner letzten Schaffensperiode entwickelt er eine neue Technik mit langen Pinselstrichen, extremer Beweglichkeit und Ausdruckskraft. Zu den Werken dieser Periode zählen der "San Bernardino" sowie verschiedene Apostelbilder, seine Kunstwerke im Hospital de la Caridad in Illescas und profane Bilder so wie die "Ansicht von Toledo", eine Abbildung der Stadt zwischen Traum und Wirklichkeit. Mit seiner "Visitación" ("Heimsuchung") erreicht er schließlich die vollkommene Abstraktion.

Im Krankenhaus von Tavera ist heute seine Skulptur "Die Auferstehung" zu sehen, wenn auch alles in allem seine Aktivität als Bildhauer sehr limitiert war. Es ist bekannt, dass El Greco in Toledo ein intensives intellektuelles Leben führte. Góngora besuchte ihn in Toledo, und El Greco zollte ihm später posthumen Tribut. Die Werke El Grecos, die in Toledo zu finden sind, konzentrieren sich auf die Kathedrale und auf das Museo del Greco, wo sich zwei der drei kompletten Sammlungen des Apostolats befinden, zusammen mit anderen Gemälden. In der Kirche Santo Domingo el Antiguo sind sogar von ihm unterzeichnete Verträge und Skizzen erhalten. Weitere Werke befinden sich im Museo de Santa Cruz, in der Kapelle San José, und im Krankenhaus von Tavera, wo man das erschütterte posthume Portrait des Kardinals findet, und in der Kirche des Krankenhauses, wo er das Altarbild geschaffen hat. Der große El Greco wurde über lange Strecken seines Lebens missverstanden und unterschätzt, genauso wie sein geliebtes Toledo.

Mit seiner letztendlichen Anerkennung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde auch der Kunst der Stadt Toledo die Wertschätzung gegeben, die ihr gebührte. Somit sind Toledo und sein größter Maler in alle Ewigkeit vereint.

In der Abbildung auf der linken Seite sieht man das Gesicht von El Greco (da es nicht viele authentische Abbildungen seines Gesichts gibt), wie es Nick Ashdon personifiziert hat, der den ersten Film über den Künstler aus Kreta gedreht hat. Dieser spielt zum Großteil in Toledo.

Federico Martín Bahamontes

Ganz Spanien war in eine Ekstase versetzt, als "FEDE" aus dem Feld ausbüchste und zwanzig Minuten, ja, zwanzig Minuten vor seinen Verfolgern ins Ziel kam! Und ganz Spanien litt, als er auf dem Gipfel anhielt, und auf den Rest der ermüdeten Radfahrer wartete, und ein Eis aß! "Warum fährt er nicht weiter?" fragten sich damals die Zuschauer. Er gewann stets die Bergwertung, und im Jahr 1959, als er nicht stehen blieb, gewann er auch noch die Tour de France. Die Spanier warteten bei seiner Rückkehr in Massen auf ihn, und Toledo wurde festlich geschmückt, um den Helden zu feiern. Die Plaza de la Magdalena wurde ihm gewidmet, und dort führte er bis zu seiner kürzlichen Pensionierung immer noch einen Fahrradladen.

Fede, wie er in Toledo liebevoll genannt wird, wurde am 9. Juli 1929 in eine bescheidene Familie geboren, in der Nähe des Val de Santo Domingo. Alfonso Martínez Garrido beschrieb ihn folgendermaßen: "Bahamontes ist ein genauso theatralischer wie menschlicher Charakter, eine Romanfigur und ein Held, mit unverkennbaren Eigenschaften, die manches Mal komisch wirkten, großteils aber eher in Richtung Drama gingen. Seine Triumphe wurden immer wieder von Tiefschlägen begleitet. [...] Er siegte, wenn es niemand erwartete, und er verlor, wenn der Sieg leicht schien. Er war - und ist - der definitive Spanier, mit all den Qualitäten, die man diesem Volk zuerkennen kann, und all jenen Defekten, die für unsere Landsmänner so typisch sind. Trotz alledem war Bahamontes zu seiner Zeit einer der drei besten Radfahrer der Welt, und er hätte noch mehr Siege gesammelt, wenn die beiden Männer, die ihn zu verstehen lernten, früher in seiner Karriere aufgetaucht wären.".

Federico Bahamontes kann von sich behaupten, eine Vielzahl an Preisen und Trophäen gewonnen zu haben; er teilt aber mit all seinen Fans den Wehrmutstropfen, nie die "Vuelta" gewonnen zu haben.

Félix Urabayen

Ein Schriftsteller, dessen Familie aus Toledo und Navarra stammte. Er wurde 1883 in Ulzurrun geboren. Nachdem er 25 Jahre lang als Schriftsteller, Journalist und Essayist gearbeitet hatte (1911-1936), und gleichzeitig an der pädagogischen Akademie gearbeitet und dort während der Republik sogar Direktor gewesen war, starb er am 8. Februar 1943 in Madrid.

Félix Urabayen veröffentlichte seinen ersten Roman im Jahr 1920, im Alter von 38 Jahren. Diese 20 Jahre des 20. Jahrhunderts, in denen er seine intellektuelle Ausbildung erhielt, zählen zu den interessantesten Perioden, was den wirtschaftlichen, sozialen, politischen und literarischen Wandel in Spanien betrifft.

Urabayen ist einer von vielen Künstlern, die sich von der Stadt Toledo und von ihren Einwohnern angezogen und inspiriert fühlten. Er verteidigte und liebte Toledo mit all seinem Herzen. Die Atmosphäre der Stadt Toledo kann in folgenden Büchern nachvollzogen werden: "Toledo, Piedad" (1920), "Toledo, la despojada" (1924) und "Don Amor volvió a Toledo" (1936), und in folgenden Publikationen: "Por los senderos del mundo creyent" (1928), "Serenata lírica a la vieja ciudad" (1928) und "Estampas del camino" (1934). Es handelt sich dabei um Sammlungen der Artikel, die in der Tageszeitung "El Sol" von 1925 bis 1936 herausgegeben wurden. Toledo und Navarra sind die Themen, die in "Vidas difícilmente ejemplares" (1931) behandelt werden. Besonders bemerkenswert ist dabei der Text "Vida ejemplar de un claro varón de Escalon", veröffentlicht im Jahr 1926.

Der Abschluss seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist eine seinem Geburtsland gewidmete Trilogie: "La última cigüeña" (1921), "El barrio maldito" (1924), und "Centauros del Pirineo" (1928). Nicht zu vergessen sind auch drei Romane, die in keine der oben genannten Gruppen passen: "Tras de trotera, santera" (1932), "Bajo los robles navarros" (1965) und "Como en los cuentos de hadas", ein unveröffentlichtes Werk.

 

Francisco Cervantes de Salazar

(Toledo, ¿1514?-Mexiko, 1575) Francisco Cervantes de Salazar studierte in Salamanca und war ein Schüler von Luis Vives. Er machte die Bekanntschaft mit Hernán Cortés und einem hohen Funktionärs des Indienrats, was ihn dazu bewegte, im Jahr 1551 nach Neuspanien zu reisen. Zwei Jahre später hielt er die Eröffnungsrede der Real y Pontificia Universidad von Mexico, wo er Rhetorik lehrte, und später zum Rektor ernannt wurde, Zur Übung für seine Schüler hielt er die Rede auf Lateinisch. Das Werk "Túmulo imperial" (1560) erzählt von den Trauerfeiern, die Karl V. in Mexiko veranstaltete, mit allegorischen Gedichten und Lobliedern. "Crónica de la conquista de la Nueva España" ist eine Verherrlichung der Heldentaten von Hernán Cortés. Der Philologe José Luis Madrigal schreibt ihm die Urheberschaft des anonymen Schelmenromans "Lazarillo de Tormes" zu, basierend auf einer minutiösen komparativen Studie der "Cronica" und des berühmten Schelmenromans. Beim Briefwechsel des Autors soll es sich um eine Korrespondenz zwischen Cervantes de Salazar und dem Kosmographen aus La Coruña, Juan López Velasco handeln, und seine Inspiration soll von dem Humanisten Alejo Venegas aus Toledo stammen.

Francisco de Rojas Zorrilla

((Toledo, 1607 - Madrid, 1648) lebte in Madrid, absolvierte aber einen Teil des Studiums der Geisteswissenschaften in Toledo. Dank der Wertschätzung durch König Philipp IV. kam es 1633 am königlichen Hof zur Uraufführung der Komödie "Persiles und Sigismunde", inspiriert von einem Werk von Cervantes. Er hatte auch die Ehre, als erster ein Stück im berühmten "Coliseo del buen Retiro" aufzuführen, und zwar "Los bandos de Verona". So wie die anderen Autoren dieser Epoche schrieb auch er sehr viele Werke: Tragödien, religiöse Stücke, und vor allem Komödien, für die er ein ganz besonderes Talent besaß. Die Werke "Entre bobos anda el juego" und "Don Lucas del cigarral" handeln von einem Edelmann aus Toledo. Davon wurden zahlreiche französische und spanische Schriftsteller inspiriert, und sogar noch im 20. Jahrhundert wurde eine Zarzuela darüber geschrieben. Auch in "Obligados y ofendidos" erzählt er von den Verhältnissen, die während seiner Zeit in Toledo herrschten.

Als Francisco de Rojas Zorilla vom König den Orden von Santiago erhält, tauchten aus Toledo stammende Gerüchte auf, die den Schriftsteller mit den Moriske und mit der Judaisierung verbanden, doch im Jahr 1646 erhielt Zorilla schließlich sein Kreuz. Er starb im Jahr 1648 im Alter von 40 Jahren. Seine Stücke wurden jedoch bis weit ins 18. Jahrhundert aufgeführt. Das derzeitige Theater, das 1878 an Stelle des alten Komödienhofs am Obstmarkt errichtet wurde, trägt seinen Namen.

Garcilaso de la Vega

(1503-1536) Garcilaso de la Vega ist als Prototyp des Renaissance-Kavaliers in die Geschichte eingegangen, laut dem von Castiglione in "El Cortesano" vorgeschlagenen Modell: ein heldenhafter Soldat, ein ausgezeichneter Höfling, ein begeisterter Leser und ein gebildeter Dichter.

Sein kurzes Leben lebte er unter Karl I., dessen Ideen und Überzeugungen er stets verteidigte, auch gegenüber den kastilischen Aufständischen. Er heiratete auf Arrangement des Kaisers hin und wurde Stadtrat in Toledo. In Rom wohnte er der Krönung von Karl I. bei, besuchte dann Frankreich und wurde 1531 zunächst auf eine Donauinsel und dann nach Neapel verbannt, weil er der geheimen Hochzeit eines Neffen des Kaisers beigewohnt hatte, die vom Kaiser nicht autorisiert worden war, da dieser Neffe der Sohn eines aufständischen Bruders war.

Garcilaso de la Vega erlangte schon zu Lebenszeiten großen Ruhm als Dichter, wenn er auch nicht viel publizierte. Sein Werk gilt als hervorragendes Beispiel für den Neoklassizismus. Er war der erste und wichtigste der klassischen Dichter, die sich in formaler und thematischer Hinsicht vom Mittelalter abgrenzten, das sich auf Romanzen und epische Gedichte gestützt hatte. Garcilaso verwendete die italienischen Strophen und Versmaße, zum Beispiel das Sonett und das Elfsilber, und er adoptierte die Ideologie von Francesco Petrarca. In seiner Poesie dreht sich alles um sein Leben als Soldat und um das hastige Liebesleben, das er führen musste. Seine wohl gewählte Sprache ergibt einen höfischen, eleganten, klingenden Ausdruck mit vielen Nuancen, ohne Refrains oder volkstümliche Elemente zu verschmähen.

Aufgrund seines frühen Todes wurde Garcilaso de la Vega gleich wie die großen lateinischen Künstler behandelt; seine Poesie wurde in Sammlungen veröffentlicht, mit Kommentaren des Dichters aus Sevilla Fernando de Herrera und des Humanisten Francisco Sánchez de las Brozas. Dasselbe geschah mit dem Werk Góngoras, der 1627 verstarb.

In Toledo ist ihm eine Statue gewidmet, gegenüber der Kirche San Pedro Mártir, wo er begraben ist.

Gregorio Marañón

Gregorio Marañón wurde am 19. Mai 1887 in Madrid geboren, wo er am 27. März 1960 starb. Im Jahr 1911 nahm er Dolores Moya zur Gattin, mit der er drei Töchter und einen Sohn hatte (Carmen, Belén, Maria, Isabel und Gregorio).

Er war ein sittenstrenger, liberaler Mann, und ein überall respektierter Humanist. Er gilt heute als einer der bemerkenswertesten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Außer seiner Gelehrtheit zeichnete sich Marañón auch durch seinen eleganten literarischen Stil aus. Gregorio war der Sohn eines Juristen; seine Mutter starb, als er gerade einmal drei Jahre alt war.

Er war ein begeisterter Leser, und sprach Englisch, Französisch und Deutsch. Als junger Mann machte er Bekanntschaft mit Freunden seines Vaters wie José María de Pereda, Alfredo Vicenti, Marcelino Menéndez Pelayo und Benito Pérez Galdós.

So wie auch andere Intellektuelle seiner Zeit engagierte er sich auch politisch und sozial. Er kämpfte gegen den Diktator Primo de Rivera, unterstützte die Zweite Republik, kritisierte den Kommunismus und das soziale Chaos. Außerdem verurteilte er öffentlich politische Attentate und Kirchenverbrennungen sowie die exzessive Gewalt beider Parteien während des Bürgerkriegs. Durch diese mutigen Aussagen brachte er sich selbst in Lebensgefa.

An der Medizinfakultät hatte er fünf große Lehrmeister: Federico Olóriz y Aguilera, Santiago Ramón y Cajal, Juan Madinaveitia, Manuel Alonso Sañudo und Alejandro San Martín y Satrústegui. Er spezialisierte sich auf die Endokrinologie, für die er Pionierarbeit leistete und an der Universität von Madrid ab 1931 Studienrat war. Er gründete das Pathologieinstitut, hatte den Vorsitz des Instituts für experimentelle Endokrinologie und des Instituts für biologische Forschung, und er förderte die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Psychologie und Endokrinologie.

Zusammen mit Dr. Teofilo Hernando zeichnete Marañón für die erste Abhandlung über innere Medizin in Spanien verantwortlich. Sein Buch "Handbuch der ätiologischen Diagnose" war eines der weltweit meistgelesenen Medizinbücher, dank einer neuartigen Analyse der Krankheiten und dank der zahlreichen interessanten klinischen Bemerkungen. Wenn also die Spuren Marañóns nicht aus der Wissenschaft auszulöschen sind, so ist doch zu bemerken, dass das, was ihn so einzigartig, zeitlos und allgemeingültig macht, seine Entdeckung und Beschreibung der ethischen, moralischen, religiösen, historischen... kurz gesagt, der "menschlichen" Aspekte ist.

Marañón arbeitete an fünf der acht "Real Academias" Spaniens. Abgesehen von seiner großen Leidenschaft, der Beschreibung von "Körper und Geist" in der Medizin, schrieb er auch über Geschichte, Kunst, Küche, Mode, die Massen etc. Ja, er gründete sogar ein eigenes Literaturgenre: das "biologische Essay", in dem er die großen menschlichen Leidenschaften und Eigenschaften anhand von historischen Persönlichkeiten und ihren psychischen und pathophysiologischen Eigenschaften beschreibt: die Schüchternheit in seinem Buch "Amiel", den Hass in "Tiberio", die Macht in "El Conde Duque de Olivares", die Intrige und den politischen Verrat in Antonio Pérez, einem der Schöpfer der "schwarzen Legende", den "Donjuanismo" im Don Juan, etc.

In Madrid sind ein Krankenhaus, ein Platz auf dem Paseo de la Castellana und eine U-Bahnstation nach ihm benannt. Außerdem tragen zahlreiche Straßen in ganz Spanien seinen Namen, sowie ein Studentenwohnheim der Universität von Kastilien-La Mancha.

Im Jahr 1922 erwarb Marañón den "Cigarral de Menores" in Toledo, ein Wochenendhaus, wo er viele Stunden verbrachte und einen Großteil seiner Werke verfasste. Er wurde auf diese Weise also zu einem weiteren "Adoptivsohn" der Stadt.

Gustavo Adolfo Bécquer

(Sevilla, 1836-Madrid, 1870). Er verbrachte in Toledo die Jahre unmittelbar nach dem Sturz von Isabel II. Von seinem ambitionierten großen Werk, "Historia de los templos de España" ("Geschichte der Gotteshäuser Spaniens") wurde nur der erste Band veröffentlicht, der sich mit Toledo befasst. In seinen Beträgen zu Monographien wie jener von San Juan de los Reyes stößt man bereits auf die symbolischen Elemente, die seine Prosa auszeichnen. Die große Wichtigkeit seiner Reime soll nicht davon ablenken, dass auch seine Legendenbücher sehr bemerkenswert sind. Bécquer hatte ein großes Interesse an der Populärliteratur, und erzählte diese Legenden, von denen viele von seinen Aufenthalten in Toledo inspiriert wurden. Das Ergebnis seiner ersten drei Reisen nach Toledo ist zum Beispiel die Legende "Tres fechas".

Im Jahr seiner Hochzeit, 1861, veröffentlichte er "La ajorca de oro", eine Geschichte, die von der in Toledo sehr verehrten "Virgen del Sagrario" inspiriert ist. Die Legende "El beso" ("Der Kuss") wiederum wurde von der Kirche San Pedro Mártir inspiriert. In "La rosa de la pásión" und "El Cristo de la Calavera" erzählt er noch ältere Mythen aus Toledo. In all diesen Werken zeichnet sich Bécquer vor allem dadurch aus, dass es ihm gelingt, eine übernatürliche Atmosphäre zu schaffen, dank seiner bildlichen Beschreibungen von Lichter, Schatten und Geräuschen, wo man seine hervorragende künstlerische Ausbildung erkennen kann. In Toledo erinnert die Calle de San Ildefonso an diesen großen Künstler, wo der Lorbeerbaum, der aus der Wand herausragt, angeblich von ihm gepflanzt wurde. Die Calle de los Becquer, früher "La Lechuga" genannt, deutet auf einen weiteren seiner Aufenthaltsorte hin; es handelt sich dabei möglicherweise aber um einen Irrtum.

Jacinto Guerrero

Dieser berühmte Komponist wurde am 16. August 1895 in Ajofrin geboren, in dessen Kirche sein Vater Sakristan, Sänger, Organist und Leiter der Musikgruppe war. Er spielte bereits im Alter von 9 Jahren das Harmonium. Nach dem Tod des Vaters übersiedelte seine Familie nach Toledo. Jacinto kam in das Colegio de Nuestra Señora de los Infantes. Er verbrachte ein paar Jahre im Priesterseminar, begann aber bald, in einem Café in der "Calle Hombre de Palo" und im Rahmen der Dorffeste aufzutreten.

Kurz danach wurde er zum Organisten der Pfarrkirche San Justo ernannt. Er schrieb "Himno a Toledo", woraufhin die Stadt Toledo ihm ein Stipendium gewährte, damit er in der königlichen Musikschule in Madrid studieren konnte. Dort arbeitete er auch als Violinist im Teatro Apolo.

Sein erster großer Erfolg kam 1921 mit den Premieren von "La Pelusa" und dem Theaterstück "La Latina", das zweihundert Abende hintereinander aufgeführt wurde. Von da an wurde Jacinto Guerrero zum gefragten Komponisten; Muñoz Seca und andere Dramaturgen baten ihn, ihre Werke zu vertonen.

Seine erste Zarzuela, "La Alsaciana", wurde im Tivoli in Barcelona erstaufgeführt und erntete tosenden Applaus. Weitere typische Zarzuelas sind "La Montería", "Los Gavilanes", "La fama del tartanero", "El Huésped del Sevillano", und "La Rosa del Azafrán". Die beiden letzteren sind eine Hommage an die Provinz, in der er geboren wurde..

Der Meister aus Ajofrin veröffentlichte unter dem Diktator Primo de Rivera ein Werk pro Jahr. Er reiste dann nach Paris und 1930 nach Buenos Aires, wo er das Magazin "El sobre verde" herausgab, und auch damit großen Erfolg hatte. Einige leichtere, ebenfalls sehr bekannte Werke sind "La blanca doble", "Cinco minutos nada menos" und "La orgía dorada". Einige von diesen wurden mehr als tausend Mal hintereinander aufgeführt. Guerrero zeichnet auch für die Melodie der Werbung für die Puppe "Mariquita Perez" verantwortlich, sowie für den Soundtrack des ersten Animationsfilm, "Garbancito de la Mancha".

Abgesehen von seinem musikalischen Schaffen konstruierte er 1933 das Theatergebäude des Coliseums in der Gran Vía in Madrid, ein wunderbares Beispiel das Art Decó, wo auch die nach ihm benannte Stiftung ihr Zuhause hat. Guerrero arbeitete auch eine Weile lang als Stadtrat von Madrid und war Präsident der Autorenvereinigung, für die er den aktuellen Hauptsitz im berühmten modernistischen Palacio de Longoria erwarb.

Jacinto Guerrero starb am 15. September 1951. Das Musikkonservatorium Toledos und die alte Pfarrkirche San Juan de la Penitencia sind nach ihm benannt.

Juan de Padilla

Ein heldenhafter kastilischer Aufständischer und Märtyrer. Er wurde 1484 in Toledo geboren. Er widmete sein Leben dem Freiheitskampf und wurde auf Bitte seines Vaters im August 1518 zum Hauptmann ernannt.

Nachdem ihm Karl I. die Herrschaft über Peña de Martos verweigerte (1519), lehnte er sich gegen die imperialistische Politik des Monarchen auf und als Hauptmann der toledanischen Truppen reiste er nach Segovia, um Bravo gegen Bürgermeister Ronquillo zu unterstützen. Danach wurde er in Ávila zum Oberbefehlshaber ernannt (1520) und übernahm die Führung von Medina und Tordesillas, wo er Königin Johanna kennen lernte.

Die Streitigkeiten unter den Aufständischen führten dazu, dass Pedro Girón zum neuen Anführer wurde, der sich später aber als Verräter entlarvte und zum Kaiser überlief. Nachdem Padilla wieder die militärische Führung übernommen hatte, eroberte er Ampudia und Torrelobatón. Doch in Villalar musste er eine Niederlage einnehmen. Dort wurde er 1521, im gleichen Jahr wie Bravo und Maldonado, geköpft.

Über seinen Charakter ist viel geschrieben worden. Manche beschreiben ihn als Wirbelwind, andere wiederum als kleinmütigen Schwächling, der nur durch den Zorn seiner mutigen Frau, María de Pacheco, angetrieben wurde.

Wie dem auch sei, eines ist sicher: Juan de Padilla hat einen wichtigen Platz in der Geschichte der Aufstände von Toledo. Er wird zu Recht für seinen aufrichtigen Patriotismus und für die christliche Würde, mit der er zu sterben verstand, geschätzt. Sein Haus wurde abgerissen und mit Salz bestreut, damit dort nicht einmal Unkraut wachsen konnte, und Bürgermeister Zumel ließ auf der früheren Plaza de los Tueros, wo sich einige Häuser der Familie Padilla befanden, ein Schandmal aufstellen.

Auf Gesuch von Gutiérrez López de Padilla, dem kleinen Bruder von Juan, wurde diese Säule aber schließlich entfernt .

Juanelo Turriano

Uhrmacher und Erfinder im Dienste Karls V. Seine Konstruktion, die das Wasser in der zweiten Hälfte des 26. Jahrhunderts vom Puente de Alcántar bis zum Alcázar zu transportieren wusste, war wohl die berühmteste der vielen Erfindungen, die zu diesem Zweck während des gesamten Jahrhunderts ersonnen wurden.

Juanelo Turriano wurde in Cremona geboren und starb am 13. Juni 1585. Abgesehen davon weiß man aber nur wenig über sein Leben, bis zur Krönung von Karl I. in Bologna im Jahr 1530. Zu diesem Anlass wurde dem Kaiser ein Geschenk gemacht, da man von seiner Leidenschaft für die Technologie Bescheid wusste. So wurde ihm die außergewöhnliche astronomische Uhr gegeben, die Giovanni Dondi Mitte des 14. Jahrhunderts konstruiert hatte, und die dann in Pavia in Vergessenheit geraten war. Der Kaiser befahl, diese Uhr so sorgfältig wie möglich zu restaurieren, doch niemand wagte es, diese schwierige Aufgabe anzunehmen, außer einem jungen, unbekannten Uhrmacher, der im Dienste von Alonso de Ávalos stand, dem Marktgraf von Vasto.

Somit begann Giovanni Torriani für Kaiser Karl I. zu arbeiten, und er begleitete ihn sogar, als er sich zurückgezogen hatte, in seine Residenz in Yuste, wo er geniale automatische Erfindungen ersann, und den alternden Kaiser in seinen letzten Jahren tröstete und unterhielt.

Es wurde ihm angeboten, im Dienste Philipp II. am Hof zu bleiben, und im Jahr 1565 erhielt er schließlich einen Auftrag, der ihn für alle Zeiten berühmt machen sollte.

Juanelo Turriano war es, der dem Problem des Wassermangels in der Stadt Toledo ein Ende machte. Zumindest ein halbes Jahrhundert lang, von 1569 bis 1618, kamen die Bewohner Toledos aus dem Staunen nicht heraus, als sich beobachteten, wie das Wasser von der Alcántara-Brücke bis zum höchsten Punkt der Nordfassade des Alcázar aufstieg, ohne dass es der Mühen von auch nur einem Tier oder Menschen bedarf: Es war die Kraft des Flusses, die die ganze Anlage antrieb, eine Meisterleistung, über die viel geschrieben wurde .

Julio Rey

Julio Rey war ein großer Leichtathlet, der bei den Weltmeisterschaften 1997 den achten Platz im 10 000 Meter-Finale erreichte, im Marathon im Jahr 2003 Vizeweltmeister wurde und 2005 bei den Weltmeisterschaften in Helsinki erneut den achten Platz erreichte.

Er gewann zwei Bronzemedaillen in den Marathon-Europameisterschaften von 2002 und 2006.

Bei der Europameisterschaft in München 2002 war er klarer Favorit, zusammen mit anderen spanischen Athleten, doch am Ende gewann Janne Holmen, ein relativ unbekannter Finne, der sich nach zwei Kilometern vom Feld absetzte, nach 35 Kilometern bereits einen Vorsprung von 1h30m hatte und am Ende klar gewann. Das Rennen fand unter äußerst schwierigen klimatischen Bedingungen statt, bei 15 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95% und Regen, weshalb niemand glaubte, dass der wagemutige Ausriss des Finnen Erfolg haben würde.

Julio Rey nahm auch in Athen 2004 an den Olympischen Spielen teil, wenn er auch wegen körperlichen Problemen nicht über den 58. Platz hinauskam. .

Weltmeisterschaften

Silber in Paris 2003

Europameisterschaften

Bronze in München 2002
Bronze in Göteborg 2006

Spanische Meisterschaften

Spanischer Meister über 10 000 Meter, 1997
Spanischer Meister im Crosslauf, 1997 und 1998
Spanischer Meister im Halbmarathon, 2004

María de Pacheco

María de Pacheco war die Tochter von Iñigo López de Mendoza. Dieser war der vierte Herzog von El Infantado, der fünfte Marquis von Santilla, der Graf von Tendilla und der erste militärische Führer, der Granada erobert hatte. Seine Ehefrau, Francisca de Pachego, wurde Ende des 15. Jahrhunderts geboren. María de Pachecos Brüder waren der Marquis von Mondéjar und der Schriftsteller Diego Hurtado de Mendoza. Sie war eine der ersten Frauen, die der intellektuellen Bewegung folgte, die von Isabel der Katholischen und von Beatriz Galindo vorangetrieben wurde. Letztere war die Lehrerin der Königin und prägte den Ausdruck des "buen gusto", des "guten Geschmacks". Weitere Wegbegleiterinnen waren Francisca de Nebrija, Lucía Medrano, Clara Chitera, u.a.

Ihr Sekretär beschrieb sie folgendermaßen: "Sie war... sehr gelehrt in Lateinisch, Griechisch und Mathematik und sehr bibelfest, sie kannte sich in allen geschichtlichen Genres aus und verstand viel von Poesie... Als sie wegen ihres Leidens nach Portugal kam, traf sie auf die besten medizinischen Fachleute; doch jeder Gelehrte, der sich mit ihr unterhalten wollte, musste gewarnt sein, denn sie sprach immer sehr intelligent und raffiniert über alle möglichen Themen."

 

Mary Carrillo

Mary Carrillo war zunächst Mitglied der Theatergruppe von Maria Bassó und Nicolás Navarro, und trat dann der Gruppe von María Guerrero bei, wo sie in Stücken wie "La florista de la reina", "La santa hermandad" und "La santa virreina" mitspielte. Im Jahr 1948 gründete sie schlussendlich ihre eigene Kompanie.

1958 kehrt sie zum Kino zurück, mit "El pisito" von Marco Ferreri. In den darauf folgenden Jahren spielt Mary in vielen hervorragenden Filmen mit, vor allem Dramen, aber auch Komödien.

Sie ist die Mutter der Schauspieler und Komiker Paloma, Teresa und Fernando Hurtado .

Theaterarbeiten

En busca de Marcel Proust (1978)
La vieja señorita del paraíso (1980), von Antonio Gala
La enemiga (1982)
Buenas noches, madre (1984), mit Concha Velasco
La casa de los siete balcones (1989)
Los buenos días perdidos (1991), mit ihrer Tochter Teresa
Hora de visita (1995)

Kino (Auswahl)

Marianela (1940), von Benito Perojo
El Pisito (1959), von Marco Ferreri
Nueve cartas a Berta (1966), von Basilio Martín Patino
Los chicos del Preu (1967), von Pedro Lazaga
Las Secretarias (1968), von Pedro Lazaga
El crimen de Cuenca (1980), von Pilar Miró
Gary Cooper que estás en los cielos (1980), von Pilar Miró
La colmena (1982), von Mario Camus
Entre tinieblas (1983), von Pedro Almodóvar
Akelarre (1984), von Pedro Olea
Los santos inocentes (1984), von Mario Camus
Más allá del jardín (1996), von Pedro Olea

Auszeichnungen

- Premio Nacional de Teatro (1949 und 1961)
- Medalla de Oro del Círculo de Bellas Artes (1948 und 1982)
- Medalla de Oro von Valladolid (1955)
- Premio Carabelle von París (1956)
- Preis des Círculo de Escritores Cinematográficos (1959) für El pisito
- Kritikerpreis von Barcelona (1963)
- Preis des Avilés (1964)
- Premio York (1966)
- Premio Ondas (1969): Beste TV-Darstellering
- Preise des Círculo de Escritores Cinematográficos (1982) für La Colmena
- Premio Goya (1995): Beste Nebendarstellerin für Más allá del jardín
- Preis des Teatro Miguel Mihura (1990)
- Preis der Unión de Actores (1995) für ihre Lebenswerk

Miguel de Cervantes Saavedra

Miguel de Cervantes Saavedra war ein spanischer Schriftsteller, Dichter und Poet. Er wurde am 29. September 2547 in Alcalá de Henares geboren und starb am 22. April 1616 in Madrid. (Sein Begräbnis fand am 23. April statt; dieses Datum ist fälschlicherweise weithin als sein Todesdatum bekannt.)

Miguel Cervantes gibt als wichtigste Figur der spanischen Literatur. Er ist allgemein dafür bekannt, den "Don Quijote" geschrieben zu haben, der von vielen Kritikern als erster moderner Roman und als eines der besten Werke der internationalen Literatur bezeichnet wird.

Cervantes ist für seine einzigartige Phantasie bekannt.

Sein Vater, der aus Cordoba stammt und Vorfahren aus Galizien hatte, war ein Chirurg namens Rodgrido de Cervantes. Von seiner Mutter, Leonor de Cortinas, weiß man so gut wie gar nichts. Es ist außerdem zu bemerken, dass der Nachname "Saavedra" in keinem einzigen zeitgenössischen Dokument vorkommt, und auch von seinen Brüdern niemals verwendet wurde. Der große Künstler wurde als "Miguel de Cervantes Cortinas" geboren. Er begann erst, den Nachnamen "Saavedra" zu benutzen, nachdem er aus algerischer Gefangenschaft zurückgekehrt war, wahrscheinlich, um sich von dem gleichnamigen Miguel de Cervantes Cortinas zu unterscheiden, der vom Hof verbannt worden war.

Es gibt keine genauen Überlieferungen über die Studien von Miguel de Cervantes; jedoch kann man mir Sicherheit sagen, dass er nie an einer Universität studierte. Es scheint, als habe er in Valladolid, Cordoba und Sevilla studiert. Es ist auch möglich, dass er in der Compañia de Jesús studierte, da der Roman "El coloquio de los perros" eine Jesuitenschule beschreibt, die möglicherweise auf diese anspielt.

Im Jahr 1566 ließ sich Cervantes in Madrid nieder. Er besuchte das "Estudio de la Villa", das damals von dem Grammatikkatheder Juan López de Hoyos geleitet wurde. Im Jahr 1569 gab er ein Buch über das Leiden und den Tod von Königin Isabelle de Valois heraus, die die dritte Ehefrau Philipp II gewesen war.

Es ist ein Bescheid erhalten, in dem Philipp II. 1569 befiehlt, Miguel de Cervantes zu fassen, unter der Anklage, einen Bauleiter namens Antonio Sigura in einem Duell verletzt zu haben. Sollte es sich dabei wirklich um Cervantes gehandelt haben, so war dies vielleicht der Grund, der in dazu brachte, nach Italien zu reisen. Noch im selben Jahr übersiedelte der Dichter nach Rom. Dort prägte er sich den italienischen Lebensstil und die italienische Kunst ein. Zeit seines Lebens blickte er immer wieder sehnsuchtsvoll auf diese Phase zurück, zum Beispiel in "El licenciado Vidriera" und in seinen "Novelas ejemplares", aber auch in Teilen seiner restlichen Werke.

Cervantes trat dann dem Heer bei, unter Giulio Acquaviva, und 1571 reiste er an Bord der Galeere "Marquesa" zur großen Schlacht von Nefpaktos.

Daher kommt auch der Spitzname "Einarmiger von Nefpaktos". Dabei wurde ihm die linke Hand nicht abgetrennt, sondern sie versteifte, als er die Kontrolle über sie verlor, als ihm ein Stück Blei einen Nerv abtrennte.

Rafael Canogar

Rafael Canogar (Toledo, 1935) ist ein spanischer Maler, einer der führenden Persönlichkeiten der abstrakten Kunst in Spanien.

Ein Schüler von Daniel Vázquez Díaz (1948-1953), in seinen frühen Arbeiten einen Weg gefunden, die Vorhut zu erreichen, und demnächst, schauen tief Abstraktion.

Er verwendet eine Technik die ursprünglich escultopictórica: mit ihren zerkratzten Händen oder drückte die Paste auf Mittel rasselte Farben. Es war ein Bild, in dem die erste Geste kommt direkt aus dem Herzen. An dieser Stelle Canogar verkörpert das Beste der Malerei mater.

Im Jahre 1957 gründete er mit anderen Künstlern (A. Saura, Millares M. und Luis Feito) und Kritiker José Ayllón Madrid El Paso Gruppe. Es ist durch die Wirkung der Malerei beeinflusst. Die Durchsuchung zwischen 1957 und 1960 eine informelle ästhetische und der Öffnung der Franco-Spanien auf der internationalen Bühne. Die Informalität war im Wesentlichen ein Ausdruck der Freiheit, wie unnachahmlich und einzigartig gemacht Kalligraphie mit direkt und spontan. Höchst intuitive und leidenschaftlich arbeitet, durchgeführt mit der Dringlichkeit dieser Zeit, des Alters und Theorien behaupten. Die Informalität wurde Canogar etwas Wesentliches und mystisch, Selbstbehauptung und Selbstverwirklichung. Aber diese radikale Position konnte nicht nach Canogar, instand zu halten, ohne auf unbestimmte Zeit "academicized" und nicht ausreichend, um zu kommunizieren und drückt die Spannung in der Realität, die neue soziale und politische Bewußtsein, daß Erwachen war in der Welt.

Die dritte Dimension gab schließlich Lösung für das neue Werk, um seine zweite Amtszeit, beginnend im Jahr 1963 schrittweise Rückkehr in die Realität eines immer komplexeren Figuration narrative. Die Aufnahme des neuen Materials können Ihre Projektion in die Realität des Betrachters mit einer expliziten und unausweichlichen Versuch, die Zuschauer eines Dramas Gruppe beteiligt sind. Wickett Cerní Kritiker schrieb über diese Arbeiten von Canogar "Es geht nicht ausdrücken Meinungen, Fakten wiedergeben, aber Fakten sind menschliche Tragödien, sind Bilder, wo der Mensch-Objekt verdinglicht und Höhe, werden symbolische Hierarchie ...."

Im Jahr 1975 verlässt diesen Realismus und arbeitet in einem sehr abstrakten Analyse der Malerei gemacht, die Unterstützung der Zweidimensionalität der Malerei. Aber Canogar Notwendigkeit, eine neue Ikonographie erfinden, erholt sein Gedächtnis und - in einer Hommage an die historische Avantgarde durch die Maske, Kopf, Gesicht durchgeführt, als Vertreter der Mann, der seine Individualität verliert und Kunststoff-Zeichen , während Bügel zu hängen das Bild. Canogar machen Ihnen das Leben als ein struktureller Bestandteil seiner Arbeit, die Realität des Lebens eintauchen Mensch seinen eigenen Widersprüchen. Im Jahr 1982 erhielt er den Nationalpreis der Bildenden Künste. Da seine Werke in Museen für moderne Kunst: Cuenca, Madrid, Barcelona, Turin, Rom, Caracas und Pittsburg (Canrnegie Inst, etc.).

San Juan de la Cruz

San Juan de la Cruz (der Heilige Johannes vom Kreuz), wurde als Juan de Yepes Álvarez geboren. Sein Vater war aus Toledo und seine Mutter eine Maurin. Die Familie hatte Probleme mit der Inquisition und musste deshalb fliehen. Die Eltern heirateten in Medina del Campo und Juan kam in Fontiveros in Ávila zur Felt. Seine Kindheit verbrachte er aber in Gálvez in Toledo.

Von Anfang Dezember 1577 bis 15. August 1578 war er in seiner "kleinen Zelle" im Kloster "Carmen calzado" eingesperrt, in die nicht mehr Licht als "durch eine Schießscharte oder durch einen Katzendurchlass" eintrat. In diesen Monaten schrieb er zu mindest die ersten Verse des "Geistlichen Gesangs". Er flüchtete aus der Zelle, und suchte im von der heiligen Teresa gegründeten Kloster San José Zuflucht.

Santa Teresa de Jesús

Nach ihrer Besinnung auf den christlichen Glauben und nach ihrem persönlichen Wandel wurde Teresa de Cepeda y Ahumada unter dem Nahmen Teresa de Jesús oder als Teresa von Ávila bekannt. Sie wurde im Jahr 1515 in Ávila geboren. Später wurde sie zu einer religiösen Figur, die der katholischen Kirche diente. Sie wurde auch als Schriftstellerin anerkannt.

Ende des Jahres 1561 begann sie, durch Spanien zu reisen. Sie besuchte Städte wie Valladolid, Salamanca, Madrid, Medina del Campo und Toledo, und gründete dort verschiedene religiöse Einrichtungen und wirkte am Umbau von insgesamt 15 Karmeliterklöstern mit.

In Toledo gründete sie das Kloster der "barfüßigen Karmeliter" ("Convento de las Carmelitas Descalzas"). Sie trat diesem Orden nach einigen Schwierigkeiten bei. Sie verbrachte immer wieder kürzere Abschnitte ihres Lebens in Toledo, während ihrer Krankheit und später ein ganzes Jahr lang.

Ihre wichtigsten Lehrwerke sind: "Wege der Vollkommenheit" ("Camino de perfección") (1562-1564), "Konzepte der Liebe zu Gott" ("Conceptos del amor de Dios"), "Das innere Schloss" ("Castillo interior" oder "Las moradas"), "Das Leben der Teresa von Ávila" ("Vida de Santa Teresa de jesús") (1562-1565), "Das Buch der Beziehungen" ("Libro de las relaciones"), "Buch der Klostergründungen" ("Libro de las fundaciones") (1573-1582), "Buch der Verfassungen" ("Libro de las constituciones") (1563); "Nachrichten der heiligen Teresa" ("Avisos de Santa Teresa"); "Wege, Frauenklöster zu besuchen" ("Modo de visitar los conventos de religiosas"); "Ausrufe der Seele zu Gott" ("Exclamaciones del alma a su Dios"); "Gedanken über die Volkslieder" ("Meditaciones sobre los cantares"); "Besuch des Klosters der Barfüßigen" ("Visita de descalzas"); "Nachrichten" ("Avisos"); "Regeln einer Bruderschaft" ("Ordenanzas de una cofradía"); "Notizen" ("Apuntaciones"); "Geistliche Herausforderung" ("Desafío espiritual") und "Misshandlung" ("Vejamen").

Sie verfasste auch Gedichte, kurze Schriften und 409 Briefe, die in verschiedenen Sammlungen aufscheinen.

Die Schriften der heiligen Teresa von Ávila sind in fast alle Sprachen übersetzt worden. Nach diesem kulturell und religiös so bemerkenswerten Lebensweg starb Teresa von Ávila schließlich im Oktober des Jahres 1582.

Victorio Macho

Dieser berühmte spanische Bildhauer wurde am 23. Dezember 1887 in Palencia geboren. Er studierte an der Kunstschule San Fernando. Durch den Gedanken eines landesweiten Restaurationsprozesses angetrieben, der auf die "98er Generation" zurückging, reiste er immer wieder durch die kastilischen Länder.

Im Jahr 1952 kehrte er aus dem amerikanischen Exil, in dem er seit 1937 gelebt hatte, nach Spanien zurück. Er ließ sich daraufhin in Toledo nieder wo er "seit dem Alter von 16 Jahren geträumt hatte, ein Haus und ein Studio zu besitzen". In der Tat lag der letzte Besuch Canogars in Toledo ein halbes Jahrhundert zurück.

Canogars Werk ist von einem robusten, schematischen Realismus dominiert. Seine liebsten Materialen sind Ton und Bronze, Stein und Marmor. Diese Materialien wollte er in Lebewesen verwandeln, die leben und leiden und die Geheimnisse der Seele preisgeben. Von seinen vielen großartigen Kunstwerken sind in Spanien vor allem der grandiose "Cristo del Otero", die majestätische Quelle von Ramon y Cajal, "El Retiro" in Madrid, und die dort befindlichen Statuen von Pérez Galdós, Tomás Morales und Concha Espina hervorzuheben. Auch das Mausoleum von Menéndez Pelayo in der Kathedrale von Santander ist äußerst sehenswert.

Im Rafael Canogar-Museum in Toledo findet man zum Beispiel die sitzende Skulptur seiner Mutter und das schaurige Grab seines Bruders, die Büsten von Marañon und Menéndez Pidal, sowie zahlreiche Portraits, zum Beispiel jenes von Miguel de Unamuno und sein jugendliches Selbstportrait, mit dem er sich damals einen Namen gemacht hatte. In einigen südamerikanischen Ländern schmücken die Werke dieses großen Künstlers Plätze und Boulevards.

"Toledo ist für mich die Synthese alles Spanischen" sagte Macho, als er Unmengen an Gepäck in sein neues Haus auf der Roca Tarpeya brachte.

Die Stadt Toledo ernannte ihn im Jahr 1955 offiziell zum "Adoptivsohn2.

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