Das jüdische Toledo

Die einzigen beiden Synagogen, die heute noch erhalten sind, haben dazu geführt, dass der Stadtteil, in dem sie sich befinden, allgemein "Judenviertel" genannt wird. Zweifellos war dies der Bezirk, wo die größte Zahl an Juden gelebt hat, doch es gab in der ganzen Stadt insgesamt zehn jüdische Siedlungen.

Die Abgrenzung des "Judenviertels" befand sich wahrscheinlich bei der Pfarrkirche San Martín in der Nähe der Puerta del Cambrón und bei dem Ruinen der Stadtmauern oberhalb des Puente de San Martín. Diese Strukturen wurden traditionellerweise das "Judenschloss" genannt. Wenn man der Calle del Ángel geradeaus auf den Hügel folgt, kommt man zur "Puerta del Judío" ("Judentor") aus dem 12. Jahrhundert. Man findet gleich in der Nähe dieses Tors auch Überreste der mikwa, der rituellen Kellerbäder.

Auch die Gegend um Calle de Comercio und der Ort, an dem sich seit dem 14. Jahrhundert der Kreuzgang der Kathedrale befindet, waren früher als Judenviertel oder "Alcanáa" bekannt.

Der Handel war eine der Haupttätigkeiten der Juden, die über ihren Läden und Werkstätten zu wohnen pflegten. Es lässt sich auch nicht ausschließen, dass es in der Calle de la Plata ("Silberstraße") eine Ansiedlung von Juden gegeben hat, da diese hervorragende Silberschmiede waren. Auch in anderen Stadtteilen mag es Judensiedlungen gegeben haben.

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