Convento de San Clemente

Dieses Gebäude wird seit dem 13. Jahrhundert von in Klausur lebenden Nonnen des Zisterzienserordens von San Bernando bewohnt. Es ist eines der ersten Klöster, das außerhalb der Stadtmauern gebaut wurde, wie es im 12. Jahrhundert üblich war, weil in seinem Inneren der Infant Alfons begraben ist, der Sohn Kaiser Alfons VII, auf ausdrücklichen Wunsch des Kaisers. Auch Alfons X., der Weise, der am Namenstag des Heiligen Clemens (San Clemente) in Toledo geboren wurde, legte viel Wert auf den Schutz dieses Klosters.

Die Gunst der Monarchen und des Adels, deren Töchter in diesem Orden die Beichte ablegten, machte den Konvent zu einem der größten und reichsten der Stadt und der Diözese. Vom Originalgebäude aus dem 13. Jahrhundert ist heute nur noch das Dach des Kapitelsaals erhalten.

Im 16. Jahrhundert entwarf Alonso de Covarrubias das neue Kloster, die Kirche und ihr fast italienisches Portal im plateresken Stil, was damals die große Neuheit in der Baukunst war. Das Gebäude verfügt über drei Kreuzgänge, von denen zwei von Nicolás de Vergara im Mudéjar-Renaissancestil gehalten sind. Besonders sehenswert ist der "Claustro de las Procesiones" (Kreuzgang der Prozessionen). Im Speisesaal wurde kürzlich die kunstvoll vertäfelte Decke aus dem 13. Jahrhundert restauriert, mit heraldischen Motiven, die auf Ferdinand III., den Heiligen zurückgehen und mit Fliesen aus dem 16. Jahrhundert.

Die kunstvolle Fliesenverzierung ist besonders bemerkenswert. Das Stuhlwerk ist aus Holz und der Abtsstuhl, der die Unterschrift von Felipe de Vigarny aufweist, ist wunderschön.

Es handelt sich um eine einschiffige Kirche mit Kreuzbögen, die Ende des 18. Jahrhunderts auf Befehl Kardinal Lorenzanas restauriert wurde In dieser Periode wurde das Gebäude dann wieder zum Wohnsitz der kaiserlichen Familie, denn die Töchter des Infanten Luis lebten hier, die geliebten Schwestern des Kardinals Luis Maria von Borbón und die Nichten Karls III.

Die Legende besagt, dass hier in diesem Konvent der erste Marzipan Toledos hergestellt wurde. Erst vor kurzem haben die Nonnen diese süße Tradition wieder aufgenommen.

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