Centro Cultural San Marcos

In Toledo ist oft nicht alles das, wie es scheint: altehrwürdige Kirchen, die eigentlich Konzerthallen sind, Klöster, die Lehrsäle beherbergen, ein Nonnenfriedhof aus dem 20. Jahrhundert, der heute als Kulturzentrum dient...

Ein gutes Beispiel für dieses Phänomen ist das Kulturzentrum San Marcos, ein ehemaliges Kloster, das heute das historische Interpretationszentrum und das Stadtarchiv beherbergt. Das Zentrum verfügt auch über Konzerthallen und Ausstellungsräume.

Leitbild

Diese Initiative ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des Programmes für urbanen Wiederaufbau des historischen Stadtkerns der Stadt Toledo. Das Ziel dieser Initiative war es, eines der wichtigsten Gebäude der Stadt wieder zu beleben, und es dahingehend zu adaptieren, dass es auch einen Mehrwert darstelle, durch die Zentralisierung kultureller Aktivitäten. So befinden sich heute an diesem historischen Ort das Stadtarchiv, eine Bibliothek, ein Ausstellungssaal und eine Konzerthalle, und viel mehr. Diese Einrichtungen waren früher in der ganzen Stadt verstreut, da es keine adäquate Infrastruktur gab, um sie unter einem Dach zu vereinen.

Das Kloster San Marcos, das in der Nähe des Rathauses und der Kathedrale liegt, war vor seiner Sanierung dem Verfall überlassen worden. Es waren von ihm nur noch das Fundament und ein zusammenstürzendes Mauerwerk übrig. Das Gebäude war ursprünglich von dem Trinitarierorden im 13. Jahrhundert erbaut worden; erst im 17. und 18. Jahrhundert aber wurde ihm seine endgültige architektonische Form gegeben. Kurze Zeit später wurde das Gebäude im Zuge der staatlichen Enteignungen geräumt, und später in eine Infanteriekaserne umgewandelt und dann für Verwaltungszwecke verwendet. Nach den im Bürgerkrieg erlittenen Schäden, wo unter anderem die Statuen der heiligen Gründerväter gestohlen wurden, die sich in den damals noch erhaltenen Nischen der Fassade befunden hatten, wurde das Gebäude vernachlässigt und leer stehen gelassen. Zuletzt wurde diese einstmals so imposante Struktur als Tischlerwerkstatt, als Werkzeuglager und als Garage für Kutschen verwendet. Die Reste des alten Mauerwerks wurden für neue Konstruktionen in verschiedenen Stadtteilen verwendet, zum Beispiel für das Portal eines Hauses in Calle Gerardo Lobo, neben dem alten Busbahnhof.

Der Sanierungsplan für die Altstadt sah vor, das Kloster San Marcos zu restaurieren und wieder in die moderne Infrastruktur einzugliedern, um ihm so einen kulturellen Stellenwert zu geben und es für Freizeitaktivitäten zu nutzen. Es sollte sowohl für die Einwohner der Stadt als auch für Touristen attraktiv sein. Von Anfang an standen diese Gedanken im Mittelpunkt der Arbeiten. Man verwirklichte damit auch einen vor langer Zeit im Rathaus eingebrachten Vorschlag, der bis dahin nicht verwirklicht werden konnte.

Umsetzung

Im Rahmen der Bemühungen um die Sanierung und urbane Neuordnung des historischen Stadtkerns war dieses Projekt sehr wichtig, weil es verlassene Gebäude einem neuen Zweck zuführte und damit neue Aktivitäten im urbanen Netz ermöglichte. Er war dabei sehr wichtig, sich gut zu überlegen, welchem Zweck das umgestaltete alte Kloster in der Zukunft gewidmet sein würde. Schließlich entschied man sich für die Konstruktion eines vielseitigen Kulturzentrums, das für eine Vielzahl an verschiedenartigen Veranstaltungen geeignet sein sollte, in einer Zeit, wo kulturelle Aktivitäten immer flexibler und schwerer zu definieren sind.

Das Zentrum ist optimal für Ausstellungen, Seminare, kleine Kongresse und Aufführungen geeignet. Es verfügt außerdem über mobile Tribünen für größere Veranstaltungen. Eine von ihnen befindet sich, wenn sie nicht benötigt wird, unter der Bühne; eine weitere steht in dem Mittelschiff zur Verfügung. Insgesamt können so 390 Personen mehr untergebracht werden. Wenn noch mehr Sitzplätze benötigt werden, können auch die seitlichen Korridore des Querschiffes adaptiert werden. Das Zentrum ist außerdem mit einer Projektionskabine und mit Dolmetschkabinen ausgestattet. Es gibt auch eine Pausenzone für Kongress- und Konferenzteilnehmer.

Gleichzeitig mit der Gründung dieses Mehrzweckzentrums wurden auch zwei Ausstellungsräume und ein Veranstaltungs- und Seminarraum eingerichtet, die von dem Zentrum aus zugänglich sind. So kommen das Flair dieses historischen Ortes und die hervorragende Restaurationsarbeit perfekt zur Geltung. Hauptsächlich wurden für das ehemalige San Marcos-Kloster zwei Verwendungszwecke festgelegt: Als Sitz des Stadtarchivs und als Kulturzentrum.

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