Catedral Primada de Toledo

Seit 1088 ist die wichtigste Kirche Toledos der Sitz des spanischen Primas. Man musste ihr nur noch einen würdigen Sitz geben, nachdem die Gefahr durch die arabischen Invasionen nach dem Sieg des Christentums in der Schlacht von Navas de Tolosa 1212 abgewendet werden konnte. Die Kathedrale wurde an einem Ort erbaut, der seit ewigen Zeiten geheiligt schien, wurde doch das neue Gebäude an Stelle der Hauptmoschee erbaut, welche auch bereits am gleichen Ort wie die westgotische Kathedrale konstruiert worden war, die möglicherweise auf den Ruinen einer noch älteren Konstruktion aufbaut.

Die Bauarbeiten wurden 1226 begonnen, unter der Herrschaft Ferdinand III, genannt der Heilige, und unter dem damaligen Erzbischof Jímenez de Rada. Die Namen der restlichen Architekten sind bekannt: Martín, dem wir die Elemente in französisch-gotischem Stil zu verdanken haben und sein Nachfolger Petrus Petri. Der Plan der Kathedrale gleicht einem lateinischen Kreuz, das in die rechteckige Der künstlerische Reichtum ist nicht nur für Liebhaber der Kunst faszinierend, sondern hat überdies eine belehrende Funktion. Auf der Außenwand des Kirchenchors sind zahlreiche Episoden aus dem Alten Testaments abgebildet, und in der Hauptkapelle gibt es Szenen aus dem Neuen Testament zu bestaunen.

Auch die Gesamtheit der Malereien ist bemerkenswert, vor allem die hervorragende Kunstsammlung in der Sakristei, zum Beispiel die "Entkleidung Christi" ("El Expolio") und das "Apostolat" ("El Apostolado") von El Greco sowie Bilder von Caravaggio, Tiziano, Van Dyck, Goya, Morales, Rubens, Bassano und vielen mehr. Zwei weitere Künstler, die noch erwähnt werden sollten, sind Juan de Borgoña und Lucas Giordano, deren Fresken den Kapitalsaal (Borgoña) und das Dach der Sakristei (Giordano) schmücken.

Auch Meisterwerke der Goldschmiedekunst lassen sich in dieser außergewöhnlichen Kathedrale bewundern. In der Kapelle unter dem Turm verbirgt sich der Schatzraum der Kathedrale, mit der imposanten Monstranz von Heinrich von Köln, eine gotische Filigranarbeit bestehend aus zahllosen ineinander geflochtenen, mit Gold übergossenen Silberteilchen.Es handelt sich hierbei jedoch nur um die Verkleidung der wahren Monstranz, die aus massivem Gold ist und auf die katholischen Könige zurückgeht. Die Monstranz wird nur einmal pro Jahr aus der Kirche heraus getragen, nämlich während der Corpus Christi-Prozession, einer spektakulären Glaubensbekundung

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